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Im September des Jahres 2000 gab es eine echte Transfersensation: Der Schweizer Radstar Alex Zülle würde die nächste Saison im bis dato unbekannten deutschen GS-I-Team Coast bestreiten. Nach einem erfolglosen Jahr 2000 im Trikot von Banesto wollten die Iberer Alex, wenn überhaupt, nur noch zu stark veringerten Bezügen beschäftigen. Als sich sein Manager Tony Rominger auf dem Transfermarkt umsah, traf es sich, dass zur selben Zeit Günter Dahms, Besitzer einer Kette von Modegeschäften und der gleichnamigen GS-II-Mannschaft Coast, sich seinen Traum von einem schlagkräftigen GS-I-Team erfüllen wollte. Innerhalb weniger Wochen wurden neben Alex viele andere hochkarätige Profis verpflichtet und im Jahr 2001 betrat unter der fachkundigen Leitung von Star-Trainer Wolfram Lindner das neue Team Coast die internationale Radsportbühne. Alex begann das Jahr recht vielversprechend: Etappensieg bei Paris-Nizza, gute Plazierungen bei kleineren Rundfahrten. Doch bei der Deutschland-Tour nahm das Unglück seinen Lauf. Auf der zweiten Etappe kam er kurz vor dem Ziel zu Fall und zog sich einen Beckenschiefstand zu, der aber nicht erkannt wurde. Anstatt Alex aus dem Rennen zu nehmen, beendete er die Rundfahrt. Wieder in der Schweiz wurden die Schmerzen allerdings so stark, dass Alex einen Arzt aufsuchen musste, der endlich die richtige Diagnose stellte. Obwohl von einer Ausheilung noch keine Rede sein konnte, trat Alex kurze Zeit später bei seinem Heimrennen, der Tour de Suisse, an. Bedingt durch die Verletzung konnte er natürlich nicht mithalten und wurde von den Schweizer Medien genüsslich verbal zerpflückt. Aus dem moralischen Loch, in das er daraufhin fiel, kam er für den Rest der Saison nicht mehr heraus. Private Probleme machten ihm zusätzlich zu schaffen. Als dann zu allem Überfluss der Spanier Jose Maria Jimenez, der sich zuvor in einer ähnlichen Lage wie Alex befand, bei der Vuelta wie Phoenix aus der Asche von Sieg zu Sieg eilte, war Alex kurz davor, alles hinzuschmeissen. Dank der moralischen Aufbauarbeit vom Teamkollegen Raphael Schweda sagte er sich für das Jahr 2002: "Neue Saison, neues Glück!" |