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24.3.01 Mailand-San Remo: Zabel zum Vierten!
Telekoms Erik Zabel hat bereits zum vierten Mal die "Primavera", sein erklärtes
Lieblingsrennen, gewinnen können. Nach 280 km setzte er sich im Spurt vor Saecos
Mario Cipollini und Weltmeister Romans Vaisteins (Domo) durch.
Alex wurde nach einen sehr unaufälligem Rennen 96. mit 1:43 min Rückstand
auf Zabel.
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15.3.01 ETAPPENSIEG FÜR ALEX!!!!!!!
Auf der harten 4. Etappe (u.a. stand der Mount Ventoux auf dem Programm) konnte Coast
endlich seinen ersten Tageserfolg feiern. Nachdem die 150km-Soloflucht des Franzosen
Nicolas Vogondy (FdJ) wenige Kilometer vor dem Ziel zunichte gemacht wurden, attackierte
Alex 7km vor dem Zielstrich aus dem Peloton heraus. Ihm schloß sich der Portugiese
José Azevedo (Once) an und zeitweise konnte das Duo einen Maximalvorsprung von
22 sek herausfahren. Hinten machten iBanesto.com und Euskatel die Pace, allerdings
zu spät. In Sichtweite des Hauptfeldes entwickelte Alex ungewohnte Sprinterqualitäten
("Ich glaube, ich habe noch nie eine Etappe im Sprint gewonnen") und überwand
schließlich mit knapp einer halben Radlänge Vorsprung eine lange, erfolglose
Durststrecke. Dementsprechend erleichtert und gerührt ließ er sich dann
auch von den französischen Radsportfans auf dem Podium feiern.
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13.3.01 Paris-Nizza weiter in belgischer Hand
Nach Nico Mattan hat nun dessen Landsmann Peter van Petegem (Mercury) durch seinen
Etappensieg das weiße Trikot des Führenden übernommen.Großes
Pech hat Telekoms Alexandre Vinokourov, der wenige Meter vor dem Zeilstrich um den
Lohn seiner 10km-Soloflucht gebracht wurde.
Alex fährt bisher ein sehr diskretes Rennen, heute kam er 1:41 min später
ins Ziel und hat inzwischen schon 2:29 min Rückstand im Gesamtklassement (33.).
Gestern war er 3 km vor dem Ziel in einen Massensturz verwickelt, schien sich aber
nichts weiter getan zu haben, im Gegensatz zu Joseba Beloki, der mit einem Rippenbruch
ins Krankenhaus gebracht wurde. Auf der heutigen 2. Etappe mußte auch Vorjahressieger
Andreas Klöden die Waffen strecken und wegen der Nachwirkungen seiner Grippe das
Rennen aufgeben.
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11.3.01 Prolog Paris-Nizza
Gewonnen hat den 6,2 km langen Auftakt der Fernfahrt der Belgier Nico Mattan (Cofidis)
vor dem Schotten David Millar. Alex kam bei regennasser Straße 30 sek später
ins Ziel.
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10.3.01 Die Ruhe vor dem ersten Sturm
Am 11.3. beginnt Paris-Nizza, das erste wirklich wichtige Etappenrennen. Mit dabei
sind diesmal gleich 3 deutsche Teams: Coast, Gerolsteiner und Telekom. Vor allem Coast
mit Kapitän Alex hat große Ziele, für Alex ist dieses Rennen eine wichtige
Etappe auf dem Weg zur Tour-Einladung. Bevor es am Sonntag losgeht, schon mal ein Interview
mit Teamchef Wolfram Lindner:
"Ich lass' mich nicht verrückt machen"
Sport1: Herr Lindner, die ersten Wochen als Sportdirektor des Teams Coast liegen hinter
Ihnen. Entspricht die Aufgabe Ihren Vorstellungen?
Wolfram Lindner: Im Wesentlichen schon. Ich hatte
im Vorfeld Vorstellungen entwickelt, diese haben sich bewahrheitet.
Sport1: Wie lebt es sich als zweites deutsches Spitzenteam neben der Telekom?
Lindner: Gut.
Natürlich gibt es eine Konkurrenzsituation bei zwei deutschen Teams. Aber ich
habe zu allen Telekom-Leuten ein gutes Verhältnis, ob das nun Betreuer, sportliche
Leiter oder Fahrer sind. Auch unsere Profis haben zu den Telekom-Profis einen guten
Draht. Ganz allgemein gibt es trotz immenser sportlicher Konkurrenz eine unglaubliche
Kameradschaft im Profi-Radsport. Und auch wir sind in den Kreis unheimlich gut aufgenommen
worden. Viele haben großen Respekt vor unserer Leistung, innerhalb eines halben
Jahres eine ganz neue Mannschaft aus dem Boden zu stampfen.
Sport1: Ist das Leistungsvermögen der Mannschaft so wie sich das vorgestellt haben?
Lindner: Es
ist sicherlich noch ein bisschen zu früh, um über das Leistungsvermögen
der Mannschaft zu sprechen. Wir haben die ersten Rennen dazu genutzt, um die Wettkampfbelastung
zu suchen, um in Form zu kommen und mit einer besseren Verfassung aus dem Rennen heraus
zu kommen. Es ging nicht in erster Linie um Ergebnisse.
Sport1: Bei der Valencia-Rundfahrt sah es eine Zeit lang so aus, als könne Alex
Zülle Gesamtsieger werden. Auf den letzten beiden Etappen hat er jedoch den Anschluss
an die Spitze deutlich verloren. Wie erklären Sie den Leistungsabfall?
Lindner: Wir
haben mit Zülle in der Valencia-Rundfahrt niemals auf den Gesamtsieg spekuliert.
Er hat einen Test gemacht auf der zweiten Etappe, deshalb lag er aussichtsreich platziert.
Die Rundfahrt war aber unglaublich schwer, viele namhafte Fahrer sind ausgestiegen.
Ich habe Alex gebeten, nicht zu oft im roten Bereich zu fahren, so dass er die Veranstaltung
zu Ende bringen und die Wettkampfkilometer mitnehmen konnte.
Sport1: Am Sonntag beginnt Paris-Nizza, eine Rundfahrt bei der sich Alex Zülle
hohe Ziele gesetzt hat. Wie wichtig ist das Rennen für Sie?
Lindner: Ich
habe von Anfang an gesagt, dass wir attraktiven Radsport zeigen wollen. Das heißt,
wir wollen uns zeigen, wollen in Ausreißergruppen mitgehen und möglichst
beim Ausgang eines Rennens ein Wörtchen mitsprechen. Das ist die Bedeutung, die
Paris-Nizza für uns hat.
Sport1: Was bedeutet Paris-Nizza für Ihr Bestreben, an der Tour de France teilzunehmen?
Lindner: Da
haben wir noch ein bisschen Zeit. Die Entscheidung über die letzten vier teilnehmenden
Teams fällt Ende April. Die Verantwortlichen der Tour de France haben nicht gesagt,
Ihr müsst Euch bei diesem oder jenem Rennen beweisen. Ich habe Vertrauen in das
Urteil von Jean Marie Leblanc (Sportdirektor der Tour, die Red.). Wenn wir guten und
attraktiven Radsport bieten sind wir dabei. Wenn wir das nicht bieten können,
bleiben wir berechtigterweise zu Hause. Ich lasse mich jedenfalls nicht verrückt
machen.
Sport1: Wie wichtig wäre die Teilnahme an der Tour für das Team Coast?
Lindner: Wir,
das heißt unser Sponsor Günther Dahms und ich, sind mit der Zielsetzung
ins Jahr gegangen, an einer großen Rundfahrt teilzunehmen. Die haben wir mit
der Vuelta quasi erreicht. Wenn die Tour de France dazu käme, wäre das wunderschön.
Es wäre aber fatal, das Frühjahr nur zu nutzen, um uns für die Tour
zu empfehlen. Wenn wir das machen würden, wären wir bei der Tour selbst platt.
Sport1: Alex Zülle und Fernando Escartin befürchten eine politische Entscheidung
der Tour-Direktion. Welche Rolle könnte Zülles Beteiligung am Festina-Skandal
spielen?
Lindner: Selbst
wenn solche Erwägungen eine Rolle spielten. Im Team Coast gibt es keine Doping-Geschichten
und die Sache mit Zülle ist für alle Beteiligten gegessen.
Sport1: Zurück zu Paris-Nizza. Kann Alex Zülle die Rundfahrt gewinnen?
Lindner: Ich
glaube, dass sein Leistungsstand zurzeit nicht schlecht ist. Es kommt auf viele Faktoren
an. Ist das Wetter gut, läuft das Rennen in seine Richtung. Wenn die Umstände
positiv sind, kann er vorne mitfahren.
Sport1: Welches Wetter liegt ihm?
Lindner: Zülle
ist ein Fahrer, der sich bei schönem Wetter wohl fühlt. Sollte die derzeitige
Schlechtwetterlage weiterhin Bestand haben, wäre das sicherlich nicht gut für
ihn.
Sport1: Welche Erwartungshaltung haben Sie für Paris-Nizza?
Lindner: Meine
Erwartungshaltung ist die, dass wir uns gegenüber der Valencia-Rundfahrt steigern,
uns bei den Etappen zeigen - durchaus bis hinein ins Finale.
Sport1: Ist das nicht ein wenig zurückhaltend?
Lindner: Ich
vertrete die Meinung, dass man solche Dinge nicht mit Gewalt erzwingen kann. Womöglich
ist dann die halbe Mannschaft kaputt oder krank, das nützt uns am Ende auch nichts.
Das Gespräch führte Gregor Evers
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3.3.01. Fabian Jeker gewinnt
Im Abschlußzeitfahren über 26,8 km entriß der Schweizer Fabian Jeker
(Maia) Michael Boogerd (Rabobank) doch noch den sicher geglaubten Sieg der Valencia-Rundfahrt.
Den Tagessieg holte sich bei orkanartigem Wind und strömenden Regen der russische
Olympiasieger Ekimov (US Postal).
Alex wurde 36. mit 1:41 sek Rückstand. Obwohl er eigentlich mehr kann, war Wolfram
Lindner zufrieden mit dem Auftritt seines Schützlings. Da er sich nichts ausgerechnet
hätte, wäre er locker gefahren und zumindest mit einer besseren Form aus
der Tour herausgekommen, als er hinein ging.
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2.3.01 Spitzengruppe verpasst, Teil II
Bei schlechten Wetterbedingungen konnte Alex heute alle Hoffnung auf eine gute Platzierung
begraben. Zwischen der 2. und 3. Bergwertung war er beim Windkante fahren nicht in
der richtigen Gruppe und verlor so im Tagesklassement 16:25 min und wurde damit 67.
Allerdings ging es Alex immer noch besser als Teamkollege Roli Meier, der vom Moldawier
Yuri Surkov aus unbekannten Gründen per Fausthieb niedergestreckt wurde.
In der Gesamtwertung sieht es auch nicht viel anders aus, dort ist er auf Rang 37 mit
17:05 min Rückstand.
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1.3.01 Spitzengruppe verpasst
Bei einer Abfahrt hat Alex heute den Anschluß an eine Spitzengruppe verpaßt
und ist dadurch auf Platz 33 in der Gesamtwertung abgerutscht. Allerdings liegt er
nur 40 sek hinter dem Leader Boogerd zurück, sodaß durchaus noch Siegchancen
bestehen. Obwohl es Teamchef Lindner gelassen nahm, hat sich Alex doch ein bißchen
darüber geärgert.
Den Tagessieg sicherte sich David Etxabarria (Euskatel).
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28.2.01 Auf Platz 3 im Gesamtklassement
Erik Zabel stellte mit seinem bereits 5. Saisonsieg klar, das er auf dem besten Weg
für Mailand - San Remo ist. Auf dem einzigen Flachstück der Rundfahrt ergriff
er seine Chance, Alex kam zeitgleich als 46. im Hauptfeld ins Ziel.
Im Gesamtklassement liegt er nun auf Platz 3 hinter Boogerd und Jekker.
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27.2.01 Boogerd mit zweitem Saisonsieg
Zum Auftakt der "Vuelta a Valencia" hat sich Alex bereits gut in Form gezeigt.
Auf den letzten 30 Kilometern der 166 km langen Etappe griff er am Anstieg des Alto
El Garbia (Kat.1) an. Sein fociertes Tempo konnten nur Fabia Jeker (Maia), Michael
Boogerd (Rabobank) und Leonardo Piepoli (Banesto) mitgehen. Obwohl hinten Kelme und
Euskatel gemeinschaftlich Vefolgungsarbeit leisteten, konnten die Ausreißer einen
7sekündigen Vorsprung ins Ziel retten.
Alex wurde 4., Boogerd gewann. Teamchef Wolfram Lindner zeigte sich sehr zufrieden
mit dem heutigen Auftritt seines Kapitäns. Neben Coast fährt auch das 2.
deutsche Team Telekom die Rundfahrt u.a. mit Zabel und Winokurow mit, nachdem Jan Ullrich
nach einem Blick auf das Streckenprofil lieber sein Saisondebüt verschob.
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