::: 31.5.00 Schweizer National-Coach: Alex Tourfavorit !

Im Rahmen des heutigen EZF der Deutschland-Tour hat der eidgenössische National-Trainer Wolfram Lindner, der die Radprofis bei der WM und in Sydney betreuen wird, seinen Tour-Favoriten für dieses Jahr bekannt gegeben: Alex Zülle.
Für seine „Nominierung“ hat er auch gute Gründe.Zum Vergleich: Ullrich hatte auf der zwar windigen, aber fast völlig flachen Strecke einen Rückstand von 2.33 min und liegt im Gesamtklassement ca. 15 min zurück. Alex dagegen verlor beim verregneten Zeitfahren der Bicicleta Vasca nur 44 Sekunden auf den Sieger, obwohl ein Anstieg der 2. Kategorie überwunden werden mußte und sein Rückstand in der Gesamtwertung betrug trotz zahlreicher schweren Berge nur 1:29 min. Und bis zum Tour-Start sind es nur noch 4 Wochen!
Lindner: „Alex hat sich noch nie so nur auf die Tour vorbereitet, Ullrich schafft eventuell einen Podiumsplatz.“

::: 30.5.00 Podium knapp verfehlt

Die 6. und letzte Etappe der „Bisicleta Vasca“ war noch mal ein richtiger Hammer für die Profis. Drei Berge der 1. Kat. und zwei der Kat.2 stellten sich den Fahrern in den Weg. Dem Führenden im Gesamtklassement, Zubeldia aus dem baskischen Euskatel-Team, drohte keine Gefahr mehr, er wurde von seiner Mannschaft gut beschützt.
Den Tagessieg sicherte sich Kelme-Fahrer Roberto Heras, der sich auf den letzten 5 Kilometern noch einmal absetzten konnte.
Alex kam eine knappe Minute hinter dem Etappensieger Heras ins Ziel, das entsprach dem 16. Platz.
Im Gesamtklassement fiel er leider auf den 7. Rang zurück, mit 1.29 min Rückstand auf den Gesamtsieger Zubeldia. Trotzdem kann Alex mit seiner Leistung zufrieden sein, wie schwer vor allem die Schlußetappe war, beweisen die 73 (!) Aufgaben an diesem Tag! Neben ihm hat auch Fernando Escartin gezeigt, daß die Tour-Form kommt.

::: 28.5.00 Das „Treppchen“ rückt in greifbare Nähe

Der vorletzte Tag war zweigeteilt, zuerst gab es eine normale Bergetappe, am Nachmittag stand ein Einzelzeitfahren auf dem Plan.
Auf der ersten Halbetappe gab es bei Kilometer 21 einen spanischen Ausreisser aus Alex' Team. Aitor Garmendia konnte sich problemlos absetzen und, da daß Peloton in Erwartung des schweren EZF offensichtlich keine große Lust hatte, ihn wieder einzufangen, mit knapp 7 min Vorsprung einen weiter Saisonerfolg für sein Team herausfahren.
Alex wurde 48., mit 6.25 min Rückstand auf seinen Mannschaftskameraden.
Nachmittags ging es dann richtig zur Sache. Beim Zeitfahren, bei dem bei strömendem Regen ein Berg der 2. Kat. überwunden werden musste, zeigte Alex mit dem 4. Platz eine gute Vorstellung und verlor nur 44 Sekunden auf den Tagessieger Haimar Zubeldia (Euskatel), der Etxebarria das Führungstrikot abnahm.
Mit seiner Leistung beim Zeitfahren hat Alex sich auf den 4. Rang im Gesamtklassement vorgeschoben und eventuell könnte es auf der letzten Etappe noch für einen Podiumsplatz reichen.

::: 27.5.00 Erneut Plätze gut gemacht

Die 3.Etappe wies keine besonderen Schwierigkeiten auf, diesmal mußte nur ein Berg der Kat.2 bezwungen werden, d.h. die Allrounder suchten ihre Chance auf einen Etappensieg in der Flucht.
Es gab zahlreiche Attacken, bei denen sich aber letztendlich nur der Banesto-Fahrer José Vicente Garcia Acosta und der Italiener Marco Serpellini absetzten konnten.
Serpellini sicherte sich den Tagessieg vor seinem Fluchtgefährten Garcia Acosta.
Alex kam mit der Verfolgergruppe 2 min später ins Ziel und belegt nun im Gesamtklassement den 23. Platz, nur wenige Sekunden hinter dem Spanier David Etxebarria,der weiterhin führt.

::: 26.5.00 Etxebarria gewinnt

Auf der 2. Etappe galt es wieder, 4 schwere Berge der 1. und 2. Kat. zu überqueren. Nachdem ein Lotto-Fahrer für eine 100-km-Soloflucht gesorgt hatte, wurde er von einer 60-köpfigen Verfolgergruppe, in der auch Alex war, wieder eingefangen.
Auf dem letzten Anstieg vorm Ziel gab es keine Ausreißversuche mehr und so kam es nach 147 km zu einem Spurt, den der Spanier David Etxebarria (ONCE) gewann.
Alex kam wieder zeitgleich mit dem Sieger ins Ziel und konnte noch 7 Plätze gut machen, d.h. im Gesamtklassement wird er auf dem 30. Platz aufgeführt.

::: 25.5.00 Gut mitgehalten

Die 1.Etappe begann mit einem Bummelstreik bis Kilometer 95, weil die Abfahrt des Alto de Aguiña (Kat.2) nach Meinung der Fahrer nicht sicher genug war. Nach Überquerung des Berges wurde aber wieder richtig Gas gegeben.
Am letzten Anstieg gab es zahlreiche Attacken, bei denen sich schließlich ein Fahrer des Euskatel-Teams absetzte, der ca. 1.40 min herausfahren konnte. Bei der 40 km langen Abfahrt wurde er jedoch 6 Kilometer vorm Ziel wieder von einer Verfolgergruppe, in der sich auch Alex befand, eingefangen.
Den Massenspurt konnte Telekoms Giovanni Lombardi für sich entscheiden.
Alex kam zeitgleich mit dem Sieger ins Ziel und belegt momentan Rang 37 in der Gesamtwertung.

::: 23.5.00 Alex bei der „Euska Bizikleta (Bicicleta Vasca)“

Bei der am Mittwoch, den 24.5, beginnenden kleinen Rundfahrt im baskischen Teil Spaniens wird Alex erstmals seine Form testen können, die 6 Wochen vor der Tour de France deutlich nach oben zeigt.
Die 5 Etappen werden mit ihm u.a. Fernando Escartin (Kelme), Abraham Olano (ONCE) und Frank Vandenbroucke (Cofidis) bestreiten.
Es stehen jeden Tag Berge (u.a. 3 Mal Kat.1 auf der Abschluß-Etappe) sowie ein schweres Einzelzeitfahren auf dem Plan. Sie geht bis zum 28.5. und wird leider nicht im TV übertragen.