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::: Vuelta a Espana 2003 |
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::: Mannschaftszeitfahren Den Auftakt zur Spanienrundfahrt bildete ein 30 km langes MZF. Alex' Team Phonak sicherte sich dabei einen Platz im vorderen Mittelfeld und wurde 10. Mannschaftmit einem Rückstand von 1:04 min auf das Siegerteam Once. Alex kommentierte den mittelmässigen Platz mit den Worten, dass viele Kollegen sehr nervös gewesen seien, weil es das erste MZF ihrer Karriere war. Daher habe es länger gedauert, bis man in den richtigen Rhythmus gekommen sei. Hinter dem Siegerteam aus Spanien lagen USPS und iBanesto.com. Das erste Goldtrikot sicherte sich der Spanien Igor Gonzales de Galdeano, logischerweise aus der Once-Equipe. Alex liegt im Gesamtklassement auf Platz 81 , 1:04 min zurück. ::: 1. Etappe Bereits zu Beginn der Vuelta ging es richtig zur Sache. Auf der ersten Etappe standen zwei kleinere Bergwertungen an. Es konnte sich eine kleine Gruppe absetzen, die sich tapfer gegen die Einfangversuche des Pelotons wehte. Aus dieser Gruppe heraus spurtete Luis Perez (Cofidis) endlich zum ersehnten ersten Profisieg, nachdem er im letzten Jahr nach zahlreichen mutigen Ausreissversuchen jedesmal knapp scheiterte. Alex musste gleich am zweiten Vuelta-Tag ziemlich einstecken und kam als 130. mit 11:14 min Rückstand ins Ziel. Neuer Leader ist Joaquin Rodgriguez (Once), Alex ist 120 mit 12:04 min Rückstand. Damit hatten sich bereits fast alle Ambitionen auf einen guten Rang im Endklassement zerschlagen, obwohl Alex von Anfang an alle Hoffnungen auf eine gute Platzierung stark gedämpft hatte. ::: 2. Etappe Alessandro Petacchi hat sich als erst dritter Fahrer seit Beginn des Radsport Etappensiege bei allem drei grossen Rundfahrten ersprintet. Auf der Zielgeraden, die von Windböen und sintflutartigen Regenfällen in eine gefährliche Rutschbahn verwandelt wurde, blieb der Italiener eiskalt und sprintete deutlich und souverän zum 11. Tagessieg bei einer GT in diesem Jahr. Die Etappe wurde zuvor von einer vierköpfigen Ausreissergruppe gepräg, die jedoch am letzten Berg der Kat. 3 20 km vorm Ziel wieder eingefangen wurde. Alex ging bei diesem miserablen Wetter kein Risiko ein und kam am Ende des Hauptfeldes zeitgleich als120. ins Ziel. In der Gesamtwertung ändert sich nicht viel, bei rutsch aber ein paar Plätze nach vorne und ist jetzt 114., 12:04 min hinter dem Führenden Rodriguez. Noch ein Nachtrag zu gestern: Der Rückstand von Alex war laut eigener, etwas verärgerter Aussage ein taktischer und dummer Fehler. Im letzten Anstieg befand er sich mit einigen Teamkollegen im Mittelfeld, als das Peloton auseinandergerissen wurde. Aufgrund der Tempoverschärfung von Kelme wurde die Lücke immer grösser und man kam nicht mehr an die erste Gruppe heran. ::: 3. Etappe Einen baskischen Doppelsieg konnte an diesem Tag die baskische Mannschaft Euskatel mit ihren beiden Namensvettern Unai und David Extebarria erringen. Nach einem welligen und animierten Tagesabschnitt setzte sich Unai vor David durch. Alex kam als 150. in einer grösseren Gruppe mit 2:28 min Rückstand an. In der Gesamtwertung hat Isidro Nozal (Once) das Trikot übernommen, Alex ist dort 111. mit 13:48 min. ::: 4. Etappe Auf der heutigen 4. Etappe liess der italienische Supersprinter erneut keinen Zweifel, wer der Herr im Hause der endschnellen Männer ist und holte sich Sieg Nummer 12 in diesem Jahr bei einer grossen Landesrundfahrt. Die Etappe begann recht ruhig, vorn fuhren vier Ausreisser (Piccoli, Astarloa, Kroon und Navas), die jedoch nie mehr als 4:40 min Vorsprung erarbeiten konnten. Ab 50 km vor dem Ziel nahm das Feld die Verfolgungsarbeit auf. Aufgrund des starken Windes zeriss es aber häufig in mehrere Teile und viel Windkante fahren war angesagt. In der Endphase des Rennens nutze dann Petacchi zusammen mit einem Teamkollegen und dem Spanier Angel Edo eiskalt eine kurze Verwirrung (verursacht durch einen Sturz) des Feldes, fuhr davon, riss eine kleine Lücke zum Rest des Pelotons und setzte sich mühelos gegen Edo durch, der nicht mal mehr aus Petacchis Windschatten kam. Alex kam als 126. im ersten Verfolgerfeld 2 sek später ins Ziel. In der Gesamtwertung rutscht er erneut einige Plätze nach vorn und ist nun 100. ::: 5. Etappe Das erste EZF der Spanienrundfahrt ging über eine Gesamtdistanz von 43,6 km und sollte bereits eine erste Vorselektion für die Gesamtsieganwärter darstellen. Es führte lange der Brite David Millar (Cofidis), der sich speziell auf die beiden langen Zeitfahren vorbereitet hatte. Es dauerte jedoch bis zum allerletzten Fahrer, bis Millar enthront wurde und zwar völlig überraschend vom bis dato gar nicht als Klassezeitfahrer bekannten Isidro Nozal (Once). Dieser sicherte sich nicht nur den Tagessieg mit respektablen 1:20 min Vorsprung vor Zietfahrspezialist Millar, sondern baute seine Führung in der Gesamtwertung auf 2:27 min vor seinem Teamkollegen Igor Gonzales de Galdeano aus. Das Gesamtklassement ist für Alex bereits erleidigt, für ihn ging es nur darum, einen guten Platz in der Tageswertung zu erkämpfen. Dies tat er auch ganz zufriedenstellend und wurde 13., 3:01 min hinter Nozal. Die Gesamtwertung wurde erstmals kräftig duchgeschüttelt, Alex liegt nun auf Platz 82, 16:44 min hinter dem neuen-alten Leader Nozal. ::: 6. Etappe Nach dem langen Zeitfahren wartete eine dreitägige Schlacht in den Pyrenäen auf die Fahrer. Zwei Berge der Kat.2, ein HC-Berg und ein Kat.1-Schlussanstieg standen am Tag 1 auf dem Programm. Die Etappe war geprägt von einer grossen Ausreissergruppe, die jedoch im Verlauf der Etappe langsam auseinanderfiel. Am letzten Anstieg des Tages trennte sich der Däne Michael Rasmussen (Rabobank) von seinem Begleiter und fuhr dem Ziel allein entgegen. Derweil bekämpften sich in der Verfolgergruppe USPS und Once gegenseitig. Der Leader Nozal geriet trotz mannschaftlicher Unterstützung in Schwierigkeiten und konnte sein Trikot nur mit Mühe verteidigen. Alex, der bereits seit Beginn der Vuelta mit einer Erkältung kämpfte, erwischte einen ganz schlechten Tag, denn er fiel bereits am Col d'Aubisque aus dem Feld zurück und kam als 177. mit 33:49 min ins Ziel. Nur Teamkollege Niki Aebersold konnte den erschöpften Alex davon abhalten, das Rennen schon dort aufzugeben. Im Gesamtklassement liegt er auf Platz 109, 47:52 min hinter Nozal. ::: 7. Etappe Bei der zweiten harten Bergetappe blieb das erwartete Auscheidungsfahren der Favoriten weitestgehend aus. Eine neunköpfige Spitzengruppe schlug sich bis zum Schlussanstieg durch, wo sie dann infolge der Tempoverschärfung und des Kräfteverschleisses zerfiel. Aus den Resten der Gruppe setzten sich die beiden Spanier Joaquin Rodriguez (Once) und Aitor Osa (iBanesto.com) ab. Bei beiden Teams steigt der Hauptsponsor zum Jahresende aus, also hatte der Schlusssprint der zwei Iberer auch eine gewisse Symbolik. Rodriguez war als der bessere Sprinter bekannt und nutze diese Tatsache eiskalt aus. Isidro Nozal zeigte sich in etwas besserer Form als am Vortag und verteidigte das Goldene Trikot. Alex kam erneut, aufgrund seiner Erkrankung, mit dem Grupetto ins Ziel, 31:18 min nach dem Tagessieger. In der Gesamtwertung ist er auf Plazz 114 abgerutscht, mit 1:15:19 h Rückstand. ::: 8. Etappe Auf der letzten Pyrenäenetappe musste Alex letztlich doch die Segel streichen. Geschwächt durch die starke Erkältung konnte er von Beginn an nicht mithalten und bereitete bei der Verpflegungskontrolle seinem Leiden selbst ein Ende und setzte die Etappe im Teamwagen fort. Es gewann der Spanier Alejandro Valverde, der aus einer grossen Gruppe mit allen Favoriten zum ersten Tagessieg für Kelme sprintete. |