|
::: 22.2.01 Alex mußte mal wieder was für seinen Ruf tun... ...und ist auf der 5. und letzen Etappe gestürzt. Er wurde von Teamchef Lindner "prophylaktisch" aus dem Rennen genommen, es ist ihm aber glücklicherweise nichts passiert. Tagessieger wurde der Baske Mickel Artetxe (Euskatel), den Gesamtsieg holte sich Erik Dekker vor seinem Teamkollegen Marc Wauters. Lindner ist zufrieden mit dem Saisondebüt seiner Mannschaft, Raphael Schweda belegte als bester Coast-Fahrer Platz 12, das Team wurde 7. in der Mannschaftswertung. ::: 21.2.01 Gremo Slovenija! Martin Hvastija (Alessio) aus Slowenien konnte das heutige Teilstück der Ruta del Sol für sich entscheiden. Er steckte in einer Ausreißergruppe, die sich ca. 50 km vor dem Ziel absetzte und zeitweise 4 min Vorsprung heraus fuhrGesamtleader bleibt weiterhin Erik Dekker vom Team Rabobank, der sicherlich die Rundfahrt für sich entscheiden wird, morgen stehen auf der letzten Etappe noch einmal drei Berge der Kat. 3 und einer der Kat. 2 an, die für den "Marathonmann" aber sicher kein Problem darstellen werden. Alex wurde heute 25. mit 2:56 min Rückstand. Im Gesamtklassement belegt er Platz 59 mit 22:31 min. In der Bergwertung liegt er auf Rang 9. ::: 20.2.01 Alex im Finale vertreten "Auch wenn die Flucht nicht hielt, Zülles Auftritt im Finale ist sicherlich ein gutes Zeichen.", so Teamchef Lindner nach der heutigen, 3. Etappe. 8 km vor dem Ziel riß Alex gemeinsam mit Peter van Petegem (Domo) und David Extebarria (Euskatel) aus, dank (?) der Arbeit von Telekom und Rabobank wurde dieses Trio allerdings am "Teufelslappen" wieder eingefangen. Tagessieger auf dem welligen, anspruchsvollen Kurs wurde ohne Mühe Erik Zabel (Telekom), Alex kam dann mit dem Hauptfeld 18 sek später als 48. ins Ziel. ::: 19.2.01 Alex läßt es ruhig angehen Die heutige Bergankunft auf der 2. Etappe der "Ruta del Sol" bewältigte der Kasache Aleksander Sheffr (Alessio) als Schnellster. Nach 70 km setze sich eine 15-köpfige Spitzengruppe u.a. mit Museeuw, Sheffr, Dekker, Tchmil und Raphael Schweda ab. Zu Beginn des 7 km langen Schlußanstiegs attackierte Erik Dekker, leider konnte er sich im Finish nicht durchsetzen. Neunter wurde überraschend Schweda, der ungeahnte Kräfte am Berg entwickelte. Alex rollt sich derweil weiter auf sein erstes großes Ziel Paris-Nice ein und kam heute mit dem Hauptfeld als 86. 22:02 min zurück ins Ziel. Im Gesamtklassement belegt er damit mit 22:13 min Rückstand Platz 73. In der Bergwertung liegt er übrigens auf Rang 4. ::: 18.2.01 Endlich geht's los! Bei der ersten Etappe der 5-tägigen "Ruta del Sol" gab es das erste Kräftenmessen zwischen Coast und Telekom. Den Tagessieg auf der 148 km langen Strecke konnte allerdings keines der beiden Teams erringen, den holte sich der Spanier Diaz Lobato (Jazztel) der diesen Sieg dem tödlich verunglückten Kelme-Profi Ricardo Oxtoa widmete. Alex kam als 53. 2:10 min später mit dem Hauptfeld, in dem u.a. auch Zabel, Klöden (Telekom) und Museeuw (Domo) steckten, ins Ziel. Wolfram Lindner betonte zwar, daß sich Alex hier nur für die Saison einrollt, Telekom-Sportdirektor Pevenage vermutet allerdings, daß er auf der morgigen Etappe, die mit einer Bergankunft endet, schon mal was zeigen könnte. ::: 15.2.01 Saisondebüt Bei der am kommenden Sonntag beginnenden "Ruta del Sol" (18.2.-22.2.) wird Alex erstmals mit seinem Team sportlich in Erscheinung treten. In werden dabei u.a. Niki Aebersold, Frank Höj, Lars Michaelsen, Aitor Garmendia und Raphael Schweda unterstützen. Die "Ruta del Sol" ist sehr gut besetzt, es werden u.a. auch Museeuw, Weltmeister Vainsteins, Heras, Tchmil und Telekoms Zabel teilnehmen. ::: 2.2.01 Bericht der Teampräsentation von www.radsport-news.com Die Mannschaftsvorstellung von Telekom am vergangenen Montag nannte die FAZ ironisch "radsportliche Modenschau" und widmete der Veranstaltung wenige Zeilen aus der Ferne. Bei der Teampräsentation der neuen deutschen GS-I "Coast" am Donnerstag im Dachrestaurant des Berliner Reichstages trugen die Radprofis des von einer Kette von Modefachgeschäften gesponsorten Rennstalls elegantere Anzüge, - doch das war vermutlich nicht der Grund dafür, daß die FAZ ihren besten Mann schickte. Die Neugier auf die neue deutsche Topmannschaft, die dank der vielen hochkarätigen Verpflichtungen von Alex Zülle bis Lars Michalesen und Fernando Escartin sogar realistische Chancen auf eine Toureinladung hat, war allenthalben groß. Als zu Beginn der Teamvorstellung auf großen Bildschirmen ein Video lief, in dem in kurzen Schnittfolgen und mit unterlegter Musik die Coast-Truppe beim Training in Mexiko gezeigt wurde, bekam Günther Dahms leuchtende Augen. "Und keiner hat's geglaubt, ne?", raunte der Essener Unternehmer, der sich seinen Rennstall rund 10 Millionen DM kosten läßt und für fünf Jahre dabei bleiben will im Radsport. Die Skepsis bei vielen Journalisten war auch am Donnerstag noch spürbar. Welche "Garantien" er denn bekommen habe, bevor er bei Coast unterschrieb, wurde Alex Zülle gefragt. Der Schweizer sprach von "Vertrauen", das man eben haben müsse. Auch wenn das natürlich nur die halbe Wahrheit war und Zülles Management sicher nach dem Spruch "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser" verfahren sein dürfte, so scheinen Günther Dahms und sein Sportlicher Leiter Wolfram Lindner tatsächlich einen Vertrauensvorsprung verdient zu haben. Coast-Chef Dahms, Herr über 18 Modeboutiquen zwischen Wuppertal und Aachen, gibt freimütig zu, daß das Betreiben eines Rennstalls aus rein wirtschaftlicher Sicht keinen Sinn macht. "Ich bin mit Herzblut dabei. Ist mir doch egal, was die alle sagen. Ich wollte einfach einen schönen Rennstall und wenn am Ende auch noch was dabei rumkommt, um so besser", sagte er und wirkt dabei wie ein Radsportfan, der sich einen Traum erfüllt. Und Dahms, dessen 28 Jahre alter Sohn in Mexiko ein wenig mit den Profis trainieren durfte, ist auch nicht der Typ Sponsor, der sich in den Vordergrund drängt. Während normalerweise die Sponsorenvertreter bei Mannschaftspräsentationen die (Sport-)Journalisten langweilen mit langatmigen Ausführungen über Marktanteile und Marketingziele, hielt sich der Modehändler Dahms im Hintergrund und überließ Sportdirektor Wolfram Lindner und den Radstars das Podium. Warum dort allerdings Ex-Außenminister Hans-Dietrich Genscher ("Der Scharping von Coast bin ich nicht. Ich bin ja noch nicht vom Rad gefallen") dabei saß, das blieb irgendwie offen. Fünf Jahre Innen- (und Sport-)minister war Genscher mal in den Sechzigern, er kommt aus Sachsen-Anhalt, Lindner aus Sachsen...Irgendwie haute es mit der Begründung seiner Präsenz nicht so hin. "Reichstag und Genscher, das muß rein", teilte der Journalist eines Boulevard-Blattes noch vor Beginn der Veranstaltung seiner Redaktion per Handy mit. Wer fragt da noch nach dem Warum? Daß der Großmeister des Rennradbaus, Ernesto Colnago ("Mi amico Lindner"), und vor allem daß Fernando Escartin, Alex Zülle und Vierer-Olympiasieger Daniel Becke oben am Tisch saßen, während ihre 20 Teamkollegen unten Seite an Seite saßen, war da schon nachvollziehbarer. "Bei Coast ist die Vorbereitung sehr viel besser organisiert als bei allen Teams, bei denen ich bisher war", schwärmte Fernando Escartin nach dem dreiwöchigen Höhentrainingslager in Mexiko, von dem die Mannschaft erst am Mittwoch zurückgekommen war. Escartin hofft wie die ganze Mannschaft zwar auf eine Tour de France-Einladung: "Die Einladungen sind immer auch politisch. Wir hätten jedoch ein hervorragendes Team für die Tour. In den Bergen, beim Teamzeitfahren. Das Gefühl einer Podiumsplatzierung kennen Alex und ich ja schon. Das vom Sieg noch nicht." Wenn es nicht klappt mit der Einladung zur "Grossen Schleife", so hält Sportdirektor Lindner für Escartin und Zülle auch dann ein Saisonhighlight parat: "Der Vuelta-Start ist sicher", sagte der Coast Sportdirektor. Ebenso wie bei dem 32 Jahre alten Spanier ist auch beim gleichaltrigen Alex Zülle eine Aufbruchsstimmung zu spüren. Alte Profis, die noch mal abkassieren wollen? Man wird die Rennen abwarten müssen, doch es scheint, als sein dies nicht so. Beide, die Seite an Seite die Deutschland-Tour fahren werden, sprachen von "Luftveränderung", "neuen Zielen" und einer "neuen Herausforderung". Ob dies leere Floskeln sind oder ernstgemeint, wird man bald erfahren. Alex Zülle wird Paris-Nizza fahren, Milano-San Remo und danach die Katalanische Woche als Vorbereitung auf Paris-Nizza, das "Rennen zur Sonne" zu gewinnen, sagte der Schweizer, wäre "schön und vielleicht eine Eintrittskarte für die Tour de France". Gefragtester Mann war unterdessen am Donnerstag Coast-Sportdirektor Wolfram Lindner, für den sich der Lebenstraum erfüllt, einmal ein richtiges Profiteam zu führen. "Schon in der DDR habe ich immer gesagt: Im Profi-Radsport spielt die Musik. Wir wollen jetzt mit einer neuen Trainingsmethodik usw. auch dem Profiradsport neue Impulse geben." In der Theorie dürfte Lindner, der ein ausgezeichnetes Buch zum Thema Radsporttraining geschrieben hat kaum irgendjemand anzweifeln. Und auch in der Praxis hat Lindner gezeigt, daß er etwas vom Radsport versteht - unter seiner Ägide als DDR-Nationaltrainer und später als Schweizer Auswahlchef gewannen Fahrer 23 Medaillen bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen. Dennoch wollte ein Reporter wissen: "Können Sie denn im Peloton richtig Auto fahren?" ::: 30.1.01 Umfrage der Woche / Lob für Lindner Die "Umfrage der Woche" bei www.radsport-news.com beschäftigte sich vom 15.2.-28.1 mit der Frage, ob Alex bei Coast noch einmal ein großer Wurf gelingt. Die User haben folgerndermaßen abgestimmt: "Nein": 42,21% "Ja": 40,19% "Vielleicht": 17,61% (es stimmten ca. 1200 User ab) Also, ein relativ knappes Ergebnis, hoffen wir, daß die "Nein-Sager" im Unrecht sind...;-) Im Zusammenhang mit der Teampräsentation des "Team Telekom" hat der Sportliche Leiter Rudy Pevenage geäußert, daß er an eine TdF-Teilnahme von Coast glaubt, da Alex und Escartin sicher ein schönes Rennen fahren könnten. "Den richtigen Trainer [Lindner] haben sie", so Pevenage. ::: 2.1.01 "Bin ich da schon drin, oder was?" Am 9.2. startet Alex erstmalig mit seinem neuem Team in Mexiko in die Saisonvorbereitung. Bisher hatten sich Escartin und er alleine vorbereitet, während der Rest der Equipe in Spanien schon fleißig Kilometer abspulte. Laut der Schweizer Tageszeitung "BLICK" ist nun auch Alex dem Lockruf des Internets gefolgt, mehr oder weniger freiwillig. Teamchef Lindner verlangt von seinen Fahrern, daß sie die Daten ihrer Pulsuhren täglich per Mail zu ihm schicken, aber scheinbar läuft's noch nicht so, wie er das gern hätte...;-) ::: 11.1.01 Trainingslagerbeginn Mit einer lockeren Ausfahrt von 90 km hat das 3-wöchige Trainingslager in Mexiko begonnen. Im 2.500m hoch gelegenen Toluca machen sich Alex und Co. fit für die nächste Saison. Derweil äußert Jan Ullrich Skepis an der neuen, landeseigenen Konkurrenz, vermutlich fehle noch die Harmonie, die man für ganz große Erfolge braucht. ::: 25.1.01 Coast noch nicht zur Tour de France eingeladen Wie die Société du Tour de France gestern mitteilte, sind bereits 16 Teams für die "Große Schleife" eingeladen worden, u.a. Titelverteidiger US Postal und das Team Telekom. Ende April werden die restlichen 4 Mannschaften bekannt gegeben, die eine "Wildcard" erhalten. Obwohl die TdF-Teilnahme ein erklärtes Ziel von Coast ist, hegt Alex Zweifel, ob es damit klappen wird, da ihnen ein "prominenter Franzose" fehle. ::: 10.12.00 Weltrangliste In der Abschlußrangliste der UCI für den Saison 2000 belegt Alex Platz 45 mit 696 Punkten. ::: 6.12.00 Festina-Nachspiel Wie heute bekannt wurde, wurde Festina am Rande des Doping-Prozesses in Lille dazu verpflichtet, Alex Zülle und Laurent Dufaux eine Gehaltsnachzahlung von 1998 in Höhe von jeweils 300.000 Euro bzw. 130.000 Euro auszuzahlen. ::: 6.12.00 Coast-News Der Kader von Alex' neuem Team steht nun fest. Das offizielle Team sieht wie folgt aus: Vom alten Kern bleiben: Bekim Christensen (DK), Janson Phillips (Aus), Christoph von Kleinsorgen (D), Malte Urban (D), Klaus Mutschler (D), Michael Giebelmann (D), Hanskurt Brandt (CH), Anton Chantyr (Rus) Neu sind: Alex Zülle (CH/Banesto), Fernando Escartin (E/Kelme), Aitor Garmendia (E/Banesto) Mauro Gianetti (CH/Vini), Roland Meier (CH/Cof), Niki Aebersold (CH/Rabo),Rolf Huser (CH/Festina), Edouard Gritson (Rus/Gerolsteiner), Sascha Henrix (D/Fest), Raphael Schweda (D/Nürnberger), Frank Höj (DK/FdJ), Lars Michaelsen (DK/FdJ),Stefan Adamson (S/Crescent) Daniel Becke (D/neo), Torsten Rundt (D/neo) Neben Lindner sind die Ex-Profis Jörgen Marcussen und Gregor Braun weitere Sportliche Leiter. Assistenten werden Günther Kurowski und Karsten Niemann. Die Räder kommen von Colnago ( von denen Alex und sein Team total begeistert sind), die Bekleidung wird von Nike bereitgestellt. Die offizielle Mannschaftspräsentation von Alex' neuem Rennstall findet vorraussichtlich vom 1.-3.Februar 2001 in Essen statt, zuvor werden aber im Dezember in Italien und dann in Mexiko ein Trainingslager abgehalten. Die Saisonplanung sieht bisher vor, daß Alex die D-Tour und Tour de Suisse fahren wird, sollte es nicht mit einer Einladung zur TdF klappen, wird die TdS ein Saisonhöhepunkt für Alex werden, was sicher alle Schweizer Fans freuen wird. Außerdem wurde eine Antrag zur Einladung zur Vuelta gestellt. |